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Donnerstag, 7. Mai 2009

Jolly Good Show






Soeben sind wir in Rainbow Beach reingeschneit. Nach knapp 5 Tagen im Irgendwo, auch Outback genannt, wieder zurueck an der Kueste. Rainbow Beach ist noch sehr klein, kaum Touris und daher (noch) ganz cool - auf den ersten schnellen Sprung in die heftigen Wellen.

In den vergangenen Tagen trieben wir uns erst in Canarvon Gorge (o.ae.) umher. Ab vom Schuss zwischen vielen Familien und Kangaroos machten wir einen fruehmorgendlichen Walk. Ansonsten wurde gechillt, BBQ und Beer gefroehnt und im Rockpool geschwommen. Besser: aus 7-8 Metern reingejumpt. Super cool!

Auf der Weiterreise zur Cattle Station machten wir noch einen Stop um Lawn Ball zu spielen. Sehr relaxter Sport. Quasi Golf fuer Leute, die nicht mit Schlaegern umgehen koennen. Angekommen in Kroombit bei der Cattle Station hatte mich erstmal die Kotzeritis im Griff. Bull Riding, Peitsche knallen und Limbo mussten leider auf mich verzichten. Dafuer schonte ich meine Kraefte fuer Trap Shooting (souveraener deutscher Sieg von mir mit 5 von 5), Mini-Rodeo (Ziegen mit Lasso fangen) und Ziegen zusammentreiben.

Entschuldigt mein schwaches Deutsch. Doch in den wenigen Tagen auf Tour macht mein English mehr Fortschritte als waehrend den 3 Monaten Praktikum. Das haengt wahrscheinlich damit zusammen, dass ich mich mit den 2 englischen Jungs hier an Bord top verstehe und 'ne Menge Unsinn verzapfe (und dementsprechend hochakademisches English lerne).

Morgen in aller Fruehe legt die Fahere gen Fraser Island ab. Dort werden 2 Tage verbracht bevor es nach Byron Bay weitergeht.

Donnerstag, 2. April 2009

Dies und das

Nach ergebnisloser Recherche, wo man in Sydney gepflegt exotische Tiere kosten kann, habe ich mich im Supermarkt mit Kangaroo eingedeckt und mich selbst verpflegt. Und ich muss sagen, es schmeckt gut. Es ist nicht DER Riesenhit, aber es ist wirklich schmackhaft. Eine Mischung aus Rind und Wild. Oder vielleicht doch Rind und Ente!? Ganz sicher bin ich mir nicht. Sicher ist, es geht in Richtung Rind.



Als naechstes stehen Krokodil und Emu auf meiner Probierliste. Schnappi konnte ich bisher im Supermarkt noch nicht ausmachen. Aber das wird noch! Emu lasse ich zubereiten, denn dieses Fleisch soll schnell trocken werden und die Gefahr ist gross bei den Voraussetzungen in meiner Chaos-Kueche.

Ein weiterer Schritt, um noch tiefer in die australische Kultur einzutauchen, wird der Besuch eines Rugby Union Spiels und/oder Rugby League sein. Zudem reizt es mich, ein Spiel der AFL (Australische Football League) live zu sehen. Dieser Sport ist quasi der Nationalsport von Victoria, sprich weit verbreitet im Sueden Australiens. Auch ein Team aus Sydney (Swans) mischt mit und das eroeffnet mir die Chance, einen Einblick hautnah und live zu erleben.

Freitag, 20. Februar 2009

Von Kleinraumbüros und Katzenrassen

Eine reine Arbeitswoche liegt hinter mir. Paradox: sie verging schnell, obwohl meine Aufgaben beim Praktikum nicht die Waffe waren/sind. Generell kann ich nach den ersten drei Wochen meines Praktikums kein wirklich glorreiches Fazit ziehen. Die Truppe ist nett und jung. Coole Agentur mit (noch) wenig coolen Kunden.

Der Mangel an interessanten Jobs für die gesamte Agentur schlägt sich natürlich auch bei mir nieder. Wohl gemerkt interessante Jobs, denn Jobs an sich sind genügend vorhanden, denn bei dem kleinen Budget über das die Agentur verfügt, kommt sie um einen kleine Anzahl Mitarbeiter nicht herum. Da bin ich als kostenloser Deutschland-Import natürlich eine willkommene Kraft.

So kümmer' ich mich meist um die verschiedenen Online-Communities verschiedener Marken und verfüge daher über ausgeprägtes Wissen auf folgenden Gebieten: Katzen- sowie Hunderassen, Telefonsysteme für Klein- und Großraumbüros (gibt’s das Wort Kleinraumbüro eigentlich?), Pflege-Bedürfnisse junger Frauen und timeshare boating in Sydney.

Okay, ich gebe zu, dass auf dem einen oder anderen Gebiet auch schon zuvor Knowhow vorhanden war. Telefonsysteme für Großraumbüros waren einfach schon immer mein heimliches Hobby!

Dienstag, 17. Februar 2009

Strategen unter sich

Neben meinem Status als Praktikant (intern) respektive – Achtung! – Marketing Strategist (extern) versuche ich mich hartnäckig, aber hoffnungslos als Erzieher von Agenturhund Adobe. In puncto Spielfreude ist er schon ein ganz Großer – auch wenn sich mein großer Zeh (rechts) wünscht, dass ich anstatt Flip Flops wieder geschlossenes Schuhwerk trage.

Fortschritte in puncto Stubenreinheit und Gehorsam lassen dagegen noch auf sich warten. Was den Gehorsam betrifft, handelt es sich auch eher um Rückschritte. Ob es in Sachen Stubenreinheit als Rück- oder Fortschritt zu werten ist, dass Adobe zunehmend dann, wenn ich aufs Örtchen gehe, auch sein Geschäft in der Agenturküche erledigt (zum Leidwesen von Herrchen Joel), bleibt Euch überlassen.

Donnerstag, 5. Februar 2009

3...2...1....Praktikum!

Heute ging bereits mein vierter Tag beim Praktikum ueber die Buehne. Bisher laeuft es mittelpraechtig, aber wie bei jedem Prakitkum heisst es erstmal beschnuppern und abklopfen. Apropos beschnuppern. Wir haben einen Agentur-Hund. Das Schlitzohr heisst Adobe, ist 8 Wochen alt und zerrupft mit Vorliebe Klopapierrollen. Das kommt davon, wenn man eine Mischung aus Pinscher und Dobermann ist.

Der Rest der Agentur-Crew setzt sich aus Joel, Jenine, Rebecca, Diana, Patricia und Drew zusammen. Joel ist der Chef fuers operative Geschaeft. Jenine und Rebecca unterstuetzen auf Marketingseite. Diana hat auch was zu sagen, nur was? Patricia ist ebenfalls Praktikant, jedoch nicht aus Uebersee, sondern aus Sydney selbst. Bleibt noch Drew, der alte Derwisch. Er ist der IT-Nerd, ziemlich freaky und sein Deo riecht nach Katzenfutter. Vielleicht macht Adobe daher einen grossen Bogen um ihn. Aber Drew ist total okay. Oh, da hab ich doch glatt den indischen/indisch-staemmigen CEO vergessen: Jeeva. Nur einmal kurz gesehen und noch kuerzer gesprochen. Aber sein Indinglisch ist gewoehnungsbeduerftig.

Lustige Randnotiz: erst dachte ich mein Praktikum kann ich mir abschreiben. Kein Klingelschild zu finden, kein Briefkastenschild zu ergruenden, wohl aber ein aufgebrochener Briefkasten mit Post fuer meinen Praktikumsgeber. Im dritten Stock angelangt war dann aber zum Glueck alles in vollem Gange. Moderne, kleine, junge Agentur mit Dachterasse, Kueche und nur halbfunktionierender Klimaanlage. Zumindest fuehlt es sich fuer mich so an. Muss mal bei der Gewerkschaft anklopfen, ob der angesagte Dresscode rechtens ist! :)

Sonntag, 25. Januar 2009

Phillip Island

Trotz Warnung meiner Schwester, Phillip Island sei zu touristisch, habe ich mich fuer eine Tagestour dorthin entschieden. Auf dem Weg dorthin sollte es einen Stop in einem Tierpark geben, vor Ort dann schoene Aussichten und am Abend das Highlight, die Pinguine Parade. Los gehen sollte es um 7.25 morgens. Eigentlich hiess es erst 10.55, aber das sei geaendert worden. Naja, geaendert wurde da gar nichts, nur die Dame von AdventureTours war nicht ganz auf der Hoehe, so dass ich 3 Stunden zu frueh dran war. Vorteil davon aber, ich musste in der ersten Nacht nur 5 Stunden im Hostelpuff schlafen.

Das Beste am Stop im Tierpark war der dort erhaeltiche Cheese Burger. Das Pseudo-Streicheln der Wallabies, das Power-Knipsen der pennenden Koalas und das Suchen der Stecknadel im Heuhaufen waren weniger emotional belastet. Die Stecknadel war ein Tasmanischer Teufel, der Heuhaufen seine nach einem Brand runtergekommene Behausung. Der Brand wurde dann gleich noch zum Spendenaufruf genutzt. Ohja, das volle Programm! Statt einer Spende oder einer Namenspatenschaft habe ich mir dann doch lieber einen zweiten Cheese Burger gekauft.

Angekommen auf Phillip Island stellte sich heraus, dass die Aussichten tatsaechlich schoen und der Strand auch wirklich einladend war. Die Hoffnung stieg, dass die Pinguine Parade ein Knaller werden koennte. Leider wurde sie das Gegenteil, so dass ich hier nicht vieler Worte bedarf. Strand mit Betontreppen zum Sitzen fuers luesternde Volk, welches mit Popcorn versorgt wurde. Das Kinofeeling wurde komplettiert durch Flutlicht, so dass die bei Dunkelheit an Land watschelnden Skippers, Ollis und Privates auch jeder Blinde sehen kann. Warum dann aber Fotografieren verboten war, wenn bei diesem Flutlicht auch Real vs Barca haette Fussball spielen koennen, bleibt ein australisches Tourismusamtgeheimnis.

(Alles waere sicher anders, wenn man die Insel richtig benannt haette: Philipp Island ^^ )