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Samstag, 25. April 2009

Ein Kaffee bei McDonalds

Ich war noch nie ein Fan vom "goldenen M". Und Kaffee hat mir auch noch nie geschmeckt. Was passiert, wenn sich der eine Feind mit dem anderen zusammen tut, gibt’s heute zu berichten: mein perfekt ausgefeilter Plan wird durchkreuzt.

Doch von vorne. Heute ist in Australien ANZAC Day. ANZAC steht für Australian and New Zealand Army Corps. ANZAC Day ist ein wichtiger Feiertag in Australien und Neuseeland, an dem den gefallenen australischen und neuseeländischen Soldaten gedacht wird. Ursprung ist eine – für ANZAC – verheerende Schlacht im Ersten Weltkrieg in der Türkei. Diese fand im frühen Morgengrauen statt, so dass auch die Gedenkfeierlichkeiten (Dawn Service) am ANZAC Day frühmorgens mit beginnen. Frühmorgens, d.h. 04.15 Uhr.

Bedeutet für die australische Kultur schnuppernde Handvoll Deutsche aufstehen um 03.00 Uhr, am Dawn Service teilnehmen um 4.15 Uhr und die Fähre nach Manly Wharf verpassen um 05.30 Uhr. Die Fähre war angepeilt, um nach dem Dawn Service das frühe Aufstehen zum Erleben eines Sonnenaufgangs an Manly Beach zu nutzen. Sonnenaufgang war vorhergesagt für 06.25 Uhr. Nicht vorhergesagt war, dass zwei Mädels unserer Truppe unbedingt im überfüllten 24h-McD einen Kaffee zum Mitnehmen bestellen mussten, dafür ewig brauchten und die Fähre ohne uns ablegte.

Zu meiner Überraschung :) ging die Sonne aber auch am Sydney Opera House mit Blick auf Hafen und Harbour Bridge auf.

Samstag, 21. März 2009

Hafen 2.0

In den vergangenen paar Tagen hatte ich unliebsame Gesellschaft von Peter. Flotter Peter. So plante ich für Samstag einen Ruhetag zum Regenerieren und Genesen. Doch weit gefehlt. Äußerst relaxt in den Tag gestartet, entschied ich vormittags spontan, Sydney Tower im Angriff zu nehmen. Wolkenfreier Himmel, lachende Sonne und auf dem Oberservation Deck vorhandene Oertlichkeiten machten mir die Entscheidung leicht.

Die Aussicht vom Sydney Tower zieht jeden in seinen Bann. Ende Januar war ich Besucher auf dem Pendant in Melbourne, aber die Blicke, die man in Sydney schweifen lassen kann, sind um Längen eindrucksvoller und farbenfroher. Hafen, Hinterland, Flughafen, sogar bis nach Manly ist der Blick frei. Dieser Hafen ist schlichtweg eine Wucht. Und Sydney hat den Begriff Hafen in meinem persönlichen Wortschatz neu definiert.

Begeistert von Hafen und Tower trieb es mich durch Shoppingmeilen wie die Strand Arcade, das Queen Victoria Building und David Jones in Richtung The Rocks. The Rocks ist ein altehrwürdiger Stadtteil an der Harbour Bridge mit Blick auf das Opera House und Circular Quay. Nach einem Treibenlassen durch die vielen verwinkelten Gassen schlenderte ich bei tiefstehender Sonne über die Harbour Bridge, knipste drei Dutzend Fotos und nahm den nächst besten Bus zurück nach Paddington. Meine Füße dankten es mir.