Samstag, 21. Februar 2009

Verheiratet sein müsste man(n)

Alle paar Tage gilt es die Kapazitäten meines Mini-Kühlschranks aufs Neue auszulasten. Auf meinem Heimweg von der Agentur liegt ein großer Supermarkt (Coles; Konkurrent: Woolworths), der meinen Bedarf an Pasta, Saucen, Milch und Müsli Woche für Woche deckt. Da mir Tagliatelle mit Tomatensauce doch langsam langweilig wurden (schließlich bin ich hier nicht in Frankreich im Skiurlaub und kann mal eben mit Kronenbourg nachspülen), machte ich mich kundig, was „festkochend“ auf Englisch bedeutet, um auch ja die richtigen Kartoffeln zu erwischen.

Meine Angst, die falschen Kartoffeln zu erwischen, ist nicht unbegründet. Bisher konnte ich nur dicke, quasi massive, extrem hell gelbe, quasi fast weiße Kartoffeln entdecken, die sich eindeutig als mehlige Kartoffeln verdächtig machten. Daher kontaktierte ich einen Coles Mitarbeiter, der auch als pakistanischer Hockeynationalspieler hätte durchgehen können, dem aber bereits das Wort „potatoes“ Schwierigkeiten bereitete. Mit meinem kulinarischen Wissensquiz konfrontierte ich einen weiteren Coles Mitarbeiter, an den mich der pakistanische Hockeygott verwies.

Coles Mitarbeiter Nummer 2 hätte gut als Engländer durchgehen können, der just vom Swimming Pool zurückkehrte, wo er morgens um 7.30 Uhr ein halbes Dutzend Liegen mit Handtüchern reserviert hat. Jedenfalls entgegnete er meinem Hilfegesuch mit einer banalen Logik: „I have never heard of waxy potatoes. I don't cook. (Pause) I am married.”

Gekocht habe ich inzwischen die auf Verdacht erstandenen Kartoffeln. Wenn ich sie verspeist habe, berichte ich vom Ergebnis.

Nachgereicht:

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

das nenn ich mal nen grund zum heiraten und grüß fiffi von mir ;) miss88

Anonym hat gesagt…

Ha! Wegen Kartoffeln heiraten... guute Idee Herr Tangerding.